Bei der In-Vitro-Fertilisation (IVF) können zwei grundlegende Protokolle angewendet werden:

das „lange Protokoll“, das ca. einen Monat dauert und
das „kurze Protokoll“, das ca. zwei Wochen dauert.

Das lange Protokoll setzt die Einnahme des Analogs (Suprefact, Daronda, Arvekap) am 21. und 1. Tag des Zyklus ein. In den ersten zwei Wochen wird nur das Analog verabreicht, und in den darauffolgenden zwei Wochen wird zusätzlich das Stimulationsmedikament (Gonal-F, Puregon, Altermon, Menogon, Menopur, Merional) eingenommen, ohne das Analog abzusetzen.

Beim langen Protokoll beginnt die Medikation unbedingt bereits am 1. Tag des Zyklus und besteht entweder aus einem Analog (Suprefact, Daronda, Arvekap) oder aus einem Antagonisten (Cetrotide, Ofgalutran). Vor Beginn des langen Protokolls wird ein Vaginal-Ultraschall vorgenommen, um die Existenz von Ovarialzysten auszuschließen.

Der Klinikarzt wird Ihnen das für Sie geeignete Protokoll empfehlen. Dabei berücksichtigt er Ihre Anamnese, Ihr Alter, die Funktion Ihrer Eierstöcke bei vorangegangenen Versuchen usw.

In den vergangenen Jahren wurde sowohl von Embryogenesis als auch von der internationalen Gemeinschaft das kurze Protokoll mit dem Antagonisten adaptiert, weil es sehr patientenfreundlich und ebenso wirksam wie das lange Protokoll ist. Es dauert lediglich zehn bis zwölf Tage und ist mit viel weniger Injektionen verbunden.