Mit der ovariellen Suppression beginnt auch die intensive Phase der Reproduktionstherapie, nämlich die Stimulation der Eierstöcke.

Diese Injektionen enthalten dieselben Hormone, die normalerweise im Gehirn von der Hypophyse produziert werden, und sollen die Eierstöcke stimulieren, die Bildung von Follikeln und die Reifung der Eizelle fördern und schließlich zum Eisprung führen. Bei der IVF-Therapie werden diese Hormone in höheren Dosen verabreicht. Die betreffenden Medikamente weisen jeweils etwa dieselbe Wirksamkeit (Bioaktivität) auf, d. h. keines ist den anderen grundsätzlich überlegen.

Es handelt sich zudem um absolut sichere Arzneimittel, die seit den 1960er Jahren eingesetzt werden und laut zahlreicher epidemiologischer Studien kein Krebsrisiko oder andere Störungen oder Nebenwirkungen verursachen.

Der Tag, an dem die Injektionen beginnen, wird als Tag 1 bezeichnet. Am Tag der Suppression setzen Sie sich mit der Klinik in Verbindung (12.00 bis 14.00 Uhr), um zu erfragen, an welchem Tag und in welcher Dosierung Sie mit den Injektionen (Puregon, Gonal-F, Altermon, Menogon, Merional, Luveris) beginnen. Vorzugsweise sollten die Injektionen nachmittags, jeweils etwa zur gleichen Zeit (z. B. 16.00 bis 18.00 Uhr) gesetzt werden.

Von dem Tag, an dem Sie mit diesen Injektionen beginnen, bis zu dem Tag, an dem Sie die Mitternachtsinjektion bekommen, senken Sie Ihre Medikation wie folgt:

  • SUPREFACT Die Dosis wird halbiert von 0,5 ml oder 50 Insulineinheiten auf 0,25 ml bzw. 25 Insulineinheiten und von drei Atemzügen alle acht Stunden auf zwei Atemzüge alle acht Stunden.
  • ARVECAP Die Injektionsdosis wird halbiert; bewahren Sie die zweite Hälfte jeweils im Kühlschrank auf und verwenden Sie sie am nächsten Tag.
  • DARONDA Die Dosis wird halbiert von 20 Insulineinheiten auf 10 Einheiten.

In der Phase der ovariellen Stimulation können Beschwerden in der Gegend des Unterbauchs auftreten, die darauf beruhen, dass Ihre Eierstöcke als Reaktion auf die Therapie größer werden. Sowohl in der Phase der ovariellen Suppression als auch in der Phase der ovariellen Stimulation können Sie Ihren Lebensgewohnheiten (z. B. Berufstätigkeit, Ernährung, sexuelle Aktivität usw.) wie üblich nachgehen.