Diese Injektion (Profasi, Pregnyl, Ovitrelle) dient der abschließenden Reifung der Eizellen und ist identisch mit dem Hormon LH, das in der Mitte des normalen Zyklus 36 Stunden vor dem Eisprung abgesondert wird. Die Bezeichnung „Mitternachtsinjektion“ weist darauf hin, dass sie gegen Mitternacht zu setzen ist, damit 36 Stunden später, also am übernächsten Vormittag, der Eisprung stattfindet. Nach Verabreichung der Mitternachtsinjektion setzen Sie die übrigen Injektionen (Suprefact, Daronda, Arvecap bzw. Puregon, Gonal-F, Altermon, Menogon, Merional, Luveris) ab.

Die Injektion wird verabreicht, wenn reife Follikel mit einer Größe von 18 x 18 mm vorhanden sind und Ihr Blut einen entsprechenden Östrabiol-Spiegel aufweist. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, gehen wir von kleinen Erfolgschancen aus und könnten u. U. erwägen, diesen Befruchtungsversuch nicht fortzuführen. Die Behandlung kann zudem im Fall einer übermäßigen Stimulation der Eierstöcke unterbrochen werden. Trotz der engen Überwachung treten die vorerwähnten unerwünschten Ereignisse international bei rund 10 % der Patientinnen auf.

Zwei bis fünf Tage vor der Gewinnung der Eizelle wird sexuelle Enthaltsamkeit empfohlen. Das Sperma kann zuhause in geeigneten Plastikbechern aufgefangen und innerhalb von 120 Minuten nach der Ejakulation in der Klinik abgegeben werden.