Verfahren Der In-Vitro-Fertilisation (Ivf)

Bei unserem Versuch, möglichst viele reife Eizellen zu produzieren, kann es zu einer ovariellen Hyperstimulation kommen, insbesondere bei Frauen, deren Eierstöcke sensibel auf Stimulation reagieren und dazu neigen, viele Follikel zu produzieren. Die ovarielle Hyperstimulation ist ein unangenehmer Zustand, der bei 1-2 % der Frauen auftreten kann und mit einer Vergrößerung der Eierstöcke, Wasseransammlung und Schmerzen im Bereich des Bauchs, Brechreiz und Atemnot einhergeht.

Der Schwangerschaftstest wird 14 Tage nach der Gewinnung der Eizelle durch Blutentnahme morgens zwischen 7.00 und 9.00 Uhr gemacht. Über das Ergebnis werden Sie schnellstmöglich informiert!

Der Embryonentransfer ist ein einfaches Verfahren, das rund 15 Minuten dauert und ohne Narkose durchgeführt wird. Er wird anhand eines flexiblen Spezialkatheters vorgenommen, der an eine spezielle Spritze angeschlossen wird. Der Katheter wird langsam in die Gebärmutter eingeführt, ohne das umliegende Gewebe zu verletzen.

Die Eizellengewinnung ist täglich möglich, auch an Sonn- und Feiertagen. Am betreffenden Tag kommen Sie morgens, um 8.00 Uhr, absolut nüchtern in die Klinik. Die Entnahme der Eizelle erfolgt vaginal am Ultraschallgerät, unter örtlicher Betäubung und „Benommenheit“, und Sie können den Vorgang am Bildschirm des Ultraschallgeräts mitverfolgen. Am Mittag desselben Tages werden Sie nachhause mit der Anweisung entlassen, an diesem Tag keine Fahrzeuge zu führen.

Diese Injektion (Profasi, Pregnyl, Ovitrelle) dient der abschließenden Reifung der Eizellen und ist identisch mit dem Hormon LH, das in der Mitte des normalen Zyklus 36 Stunden vor dem Eisprung abgesondert wird. Die Bezeichnung „Mitternachtsinjektion“ weist darauf hin, dass sie gegen Mitternacht zu setzen ist, damit 36 Stunden später, also am übernächsten Vormittag, der Eisprung stattfindet. Nach Verabreichung der Mitternachtsinjektion setzen Sie die übrigen Injektionen (Suprefact, Daronda, Arvecap bzw. Puregon, Gonal-F, Altermon, Menogon, Merional, Luveris) ab.

Mit der ovariellen Suppression beginnt auch die intensive Phase der Reproduktionstherapie, nämlich die Stimulation der Eierstöcke.