Während eines normalen Menstruationszyklus sondert der Hypothalamus das Hormon GnRH ab, das auf die Hypophyse einwirkt, die wiederum das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH) absondert, die auch als hypophysische Gonadotropine bekannt sind.

Durch die Einwirkung des FHS beginnt im Eierstock die Reifung von etwa acht bis zwölf Follikeln (kleine Bläschen, die Eizellen enthalten). Am 8. Tag des Zyklus hat sich eines dieser Follikel durchgesetzt, und vier bis fünf Tage später kommt unter der Einwirkung des LH zu einem Eisprung. Die übrigen Follikel reifen nicht, degenerieren und werden „atretisch“.

Die verabreichte Medikation soll die Atresie dieser Follikel verhindern und ihnen helfen, gemeinsam mit dem überlebenden Follikel zu reifen.

Bei den verabreichten Medikamenten handelt es sich um künstlich hergestellte Hormone, die absolut identisch mit den Hormonen sind, die von der Hypophyse der Frau (befindet sich im Gehirn) abgesondert werden.

Die Stimulation der Eierstöcke wird eng überwacht; hierzu wird der Spiegel des Hormons gemessen, das von den reifenden Follikeln produziert wird, und die Größe der Eierstöcke mittels Ultraschall untersucht.