• DIE ROLLE DER BERATUNG BEI ASSISTIERTEN BEFRUCHTUNGSMETHODEN

Die Psychologie spielt beim Prozess der Befruchtung und der Schwangerschaft eine bedeutende Rolle und beeinflusst sowohl die Entstehung des Kinderwunsches als auch die Verwirklichung dieses Wunsches. Die positiven Entwicklungen auf dem Gebiet der assistierten Reproduktion ermöglichen vielen Paaren mit Fruchtbarkeitsproblemen, ein Kind zu bekommen und sich so einen Lebenstraum zu erfüllen. Die Diagnose von Fruchtbarkeitsproblemen verursacht wiederum unangenehme Gefühle wie Enttäuschung, Trauer und Schuldgefühle. Der Wunsch nach einem Kind ist schmerzhaft, wenn es Probleme gibt, ihn zu verwirklichen, und das kann eine psychische Belastung sein, die viele Bereiche des Lebens beeinflusst.

In dieser schwierigen Lebensphase kann die psychologische Unterstützung von einem Experten sehr wertvoll sein, weil sie dem Paar einen Raum bietet, in dem die beiden Partner sowohl gemeinsam als auch jeder für sich die belastenden Gefühle und Gedanken verarbeiten kann. Die Enttäuschung, die infolge der Diagnose der Fruchtbarkeitsprobleme entsteht, die Wut auf den Partner, der Fruchtbarkeitsprobleme hat, Schamgefühl und Druck in Bezug auf die Familie und die Umwelt, die von dem Paar „erwarten“, dass es eine Familie gründet, können im Rahmen von Gesprächssitzungen erörtert und verarbeitet werden, und so kann sich das Paar besser auf seine Gefühle, Wünsche und die gegenseitige Beziehung konzentrieren.

Embryogenesis kennt die bedeutende Rolle der Psychologie beim Versuch von Paaren, ein Kind zu bekommen und bietet daher Beratung und psychologische Unterstützung von qualifizierten Psychologen an – in allen Stadien des IFV-Zyklus, vom ersten Termin bis zur Schwangerschaft. Alle psychologischen Sitzungen und Beratungsgespräche finden in unserer Klinik in einer sicheren und vertrauensvollen Umgebung statt, ohne Zusatzkosten für die Patienten und ihre Partner.

  • EINZELSITZUNGEN UND PAARSITZUNGEN

Die Einzel- und Paarsitzungen sollen das Paar psychologisch unterstützen und auf dem Weg zum eigenen Kind durch künstliche Befruchtung „begleiten“. Die genaue Gestaltung dieser „Begleitung“ hängt von den individuellen Bedürfnissen und Umständen der einzelnen Patienten und Paare ab. Das Paar kann mit der Psychologin den Frust über den Prozess der künstlichen Befruchtung besprechen und die Sorgen über die medizinischen Handlungen und Medikamente verarbeiten, ein anderes Paar möchte das Elternwerden durch eine Samenspende und die Folgen dieser Entscheidung für die Beziehung zu ihrem künftigen Kind intellektuell und emotional erörtern. Die Psychologin ist da, um zuzuhören und der Patientin oder dem Paar zu helfen, die Gefühle zu verstehen und zu verarbeiten, die den Versuch begleiten, der oftmals Frust, Trauer, Enttäuschung und auch Spannungen zwischen den Partnern mit sich bringt. Bei den Gesprächen über diese Themen können die Betroffenen einen klareren Blick bekommen und besser mit dem Frust umzugehen, der Fruchtbarkeitsprobleme und IVF-Zyklen oft begleitet.

Die Sitzungen können vor dem eigentlichen Versuch oder an einem beliebigen Zeitpunkt während des Versuchs beginnen und so lange fortgeführt werden, wie die Betroffenen die Unterstützung der Psychologin benötigen.

  • SELBSTHILFEGRUPPEN FÜR PATIENTEN UND IHRE PARTNER

Die Selbsthilfegruppen der Patienten, die sich einer assistierten Reproduktionsbehandlung unterziehen, und ihrer Partner stellen einen sicheren Ort für Gruppengespräche über Themen, die mit Fruchtbarkeitsproblemen und ihrer Therapie zu tun haben. Die Gruppe trifft sich einmal im Monat für anderthalb Stunden und beschäftigt sich mit den Problemen, die die Mitglieder vorschlagen, ohne dass sich ein Teilnehmer verpflichtet fühlen muss, einen Gesprächsbeitrag zu leisten. Die auf assistierte Reproduktion spezialisierte Psychologin koordiniert die Gesprächsrunde und hilft beim Verständnis der Erfahrungen, die mit der assistierten Reproduktion zusammenhängen, und auf diese Weise trägt sie dazu bei, dass die Betroffenen die schwierigen Seiten dieser Erfahrung besser akzeptieren können. Die Partner der Patientinnen sind bei den Gruppengesprächen stets willkommen, die Frauen können aber auch alleine teilnehmen. Die Gruppe gibt den Betroffenen das Gefühl unter Menschen zu sein, die einen verstehen und unterstützen können.

BERATUNG ÜBER DIE NUTZUNG VON SPENDEREIZELLEN/-EMBRYONEN/-SAMEN UND LEIHMUTTERSCHAFT

Beratungsbedarf besteht nicht zuletzt auch, wenn ein Paar oder eine Patientin Spendereizellen/-embryonen/-samen verwenden möchte oder sich für eine Leihmutterschaft entschließt. Die Nutzung fremden biologischen Materials bzw. die Austragung des Kindes von einer anderen Frau ruft intensive und oftmals widersprüchliche Gefühle über die Art des Elternwerdens hervor. In diesem Fall hilft die Beratung dem Partner, der nicht mit eigenem genetischem Material zur Geburt des Kindes beizutragen, die Tatsache zu akzeptieren, dass er nicht das biologische Elternteil des Kindes sein wird, und seine Rolle als Vater oder Mutter anzunehmen, auch wenn die biologische Dimension der Elternschaft nicht gegeben ist. Wenn Spenderembryonen verwendet werden, muss die psychische Verarbeitung dieser Tatsache von beiden Elternteilen bewerkstelligt werden, denn beide sind aufgefordert, sich mit dem Kind, das geboren werden soll, vertraut zu machen und es als ihr eigenes Kind anzuerkennen. Bei der Leihmutterschaft, die bei der Frau das Gefühl der Eifersucht, Abhängigkeit und Unterlegenheit gegenüber der Leihmutter hervorrufen kann, aber auch Schuldgefühle verursachen kann, weil sie einer anderen Frau „das Kind wegnimmt“, kann die Beratung der künftigen Mutter helfen, diese nachvollziehbaren Gefühle frei zum Ausdruck zu bringen, ein gutes Verhältnis zur Leihmutter aufzubauen und sich psychisch auf die Geburt ihres Kindes vorzubereiten.

Kontakt

Wenn Sie einen Termin mit einer unserer Psychologinnen vereinbaren möchten, wenden Sie sich bitte telefonisch direkt an das Sekretariat oder per E-Mail an infoDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .