• Zunächst wird bei der Patientin die Bildung von Follikeln durch Gonadotropine hervorgerufen, wonach die Entnahme von mehreren Eizellen möglich ist, die anschließend im Labor künstlich befruchtet werden.

• Es folgt die Entnahme biologischen Materials (Biopsie) am 1. oder 3 Tag (Stadium der Zellteilung, 8 Zellen) oder am 5. Tag (Blastozystenstadium) nach der Befruchtung zwecks Untersuchung der Eizellen bzw. Embryonen.

• Anschließend erfolgt die genetische Analyse des biologischen Materials anhand der Array-CGH-Methode, die innerhalb von zwölf bis 24 Stunden stattfindet. Bei einer Biopsie im Blastozystenstadium müssen die Embryonen tiefgefroren und in einem der nächsten Menstruationszyklen in die Gebärmutter implantiert werden.

• Die Untersuchungsergebnisse werden mit dem Paar erörtert, und anschließend werden nur Embryonen implantiert, die anna d der o. g. Untersuchung als normal bewertet wurden (Abb. 2). Beispiel für aneuploide Ergebnisse mit einfacher Monosomie des Chromosoms 14 (Abb. 3) und komplexen chromosomalen Anomalien (Abb. 4). Die Zuverlässigkeit der Methode wird als relativ hoch betrachtet. Mit ihrer Hilfe können genetische Anomalien mit einer um 20 % verbesserten Häufigkeit als ältere, heute noch verwendete Methoden nachgewiesen werden (FISH zur Analyse von bis zu zwälf Chromosomenpaaren). Sollte die genetische Untersuchung zeigen, dass alle Embryonen eine Aneuploidie aufweisen, wird einem Embryonentransfer abgeraten.