Embryologie

Dank des technischen Fortschritts ist es in den vergangenen Jahren möglich geworden, die Aufbewahrung der Embryonen im Labor um einen Tag, also bis zu ihrem fünften oder sechsten Lebenstag, zu verlängern.
Der Embryonentransfer am fünften Tag kann mehrere Vorteile bringen.

EmbryoScopeTM ist ein System, bei dem die Embryonen in einen hochpräzisen IVF-Inkubator eingesetzt werden, um sich in der bestmöglichen Umgebung zu entwickeln. Das System ist an eine sensible Kameraanlage angeschlossen, die die Entwicklung des Embryos kontinuierlich aufzeichnet. Hierbei wurde auch die Lichtmenge berücksichtigt, der die Embryonen bei ihrer Ablichtung ausgesetzt sind, damit ihre Entwicklung nicht beeinträchtigt wird.

Eine Sameneinfrierung wird vorgenommen, wenn:

  • der Mann aufgrund von Oligospermie vermindert fruchtbar ist
  • am Tag des Eisprungs keine Möglichkeit besteht, Samen zu erzeugen, z. B. wegen Abwesenheit oder psychischer Belastung
  • Sperma nach einer Hodenbiopsie (TESE) aufbewahrt werden soll,
  • um die Fruchtbarkeit eine Mannes aufrechtzuerhalten, dem eine Chemotherapie bevorsteht.

Die Entwicklung von Embryonen durch Verwendung von Eizellen, die durch Vitrifikation gefriergelagert werden, ist ebenso wirksam wie die Entwicklung von Embryonen aus frischen Eizellen. Die Kryokonservierung von Eizellen ist bei der assistierten Befruchtung von enormer Bedeutung, insbesondere im Fall von Eizellenspenden, wenn kein Samen des Mannes vorhanden ist, im Fall einer Krebserkrankung oder in höheren Altersgruppen, wenn die Fruchtbarkeit aufrechterhalten werden soll.

Für die In-Vitro-Maturation werden von der Patientin Eizellen im Keimbläschenstadium (Germinal Vesicle Stage, GVS) entnommen, ohne die Eierstöcke durch Gonadotropine zu stimulieren, und reifen anschließend im Labor unter Beigabe von speziellen Kultivierungsmitteln heran.

Hauptvorteil dieser Methode ist die Vermeidung der Verabreichung von Gonadotropinen zur Stimulierung der Eierstöcke im Rahmen eines IVF-Zyklus. Dadurch ist das gesamte Verfahren für die Frau weniger belastend, und es werden gefährliche Situationen vermieden, etwa eine Hyperstimulation der Eierstöcke bei Patientinnen mit polyzystischen Eierstöcken.

Bei der In-Vitro-Fertilisation (IVF) werden Sperma und Eizellen zusammengelegt, damit ein Spermium Gelegenheit erhält, in eine Eizelle einzudringen und die zu befruchten..